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Akiba´s Trip 2: Undead and Undressed

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 Spiel-Infos: Akiba´s Trip 2: Undead and Undressed
Akibas Trip 2: Undead and Undressed Boxart Name: Akiba´s Trip 2: Undead and Undressed (EUR)
Entwickler: Acquire
Publisher: NIS America
Erhältlich seit: 10. Oktober 2014
Genre: Adventure
Spieler: 1
Features:
keine
Seit frühen Teenager-Tagen war Japan für einen Videospiel-Enthuasisten wie mich, mit gigantösem Faible für japanische Software, ein gar gänzlich mysteriöser Ort, ein kaum begreifbares Wunderland in der weiten, weiten Ferne. Es könnte jedoch nicht der Wahrheit entsprechen, behauptete ich, dass mich ganz Japan interessieren würde. Nein. Als waschechter Otaku gab es da stets ein ganz bestimmtes, eng abgestecktes Örtchen, das mein Interesse erregte: Akihabara, die Electric Town innerhalb Tokyos. Ein Trip nach Japan nur dessentwegen jedoch wäre in den Augen der meisten Nicht-Freaks ein wenig schade. Umso besser, dass man sich den teuren Nerd-Urlaub jetzt sparen kann: Akiba´s Trip sei Dank!

Simulation aus dem Genre-Mixer
Akiba´s Trip für PlayStation Vita und PlayStation 3 in irgendein Genre-Korsett zu zwängen, gestaltet sich nicht so einfach. Es hat Brawler-Elemente, eine halb-offene Spielwelt, Visual Novel-Aspekte sind ebenfalls vorhanden, RPG-Attribute hat es auch und ein gewisser Date-Sim-Faktor darf sicher nicht außer Acht gelassen werden. Würfelt man aber alles zusammen, rührt es ordentlich durch den Mixer und verpackt alles in ein außergewöhnliches Setting, ergibt sich vor allem eines: Ein erschreckend glaubwürdiges Akihabara, das darauf wartet, vom Spieler erkundet und erlebt zu werden. Sumanai, ich meinte nicht Akihabara, sondern selbstverständlich Akiba. So kürzen es die Kenner ab!

Nachdem man den Helden des Spiels benannt hat, findet man sich in höchster Bredouille wieder. Irgendwelche unbekannten Typen haben ihn auf einen Tisch gefesselt und irgendetwas mit ihm angestellt. Der Chef der Organisation enthüllt die Übeltäter als Synthister, Menschen mit unnatürlichen Kräften und Reflexen, die jedoch bei allzu starkem Kontakt mit Sonnenlicht in Nichts verpuffen. Ein gewisser Vergleich zu Vampiren ist also nicht von der Hand zu weisen. In den interaktiven Dialogen stellt sich heraus, dass der Held das Kleingedruckte eines Vertrags nicht gelesen hat - was ihm doch egal war, schließlich wollte der Otaku-Held einfach nur die versprochenen Anime-Figuren! Zenya, der Bösewicht-Chef, bemüht sich in seiner Rede darum, den Protagonisten auf seine Seite zu ziehen, doch der hört nicht zu. Immer wieder wird aus den drei verfügbaren Antwortoptionen diejenige gewählt, in der er verdammt nochmal seine Figuren will. Irgendwann seufzt Zenya enttäuscht, entledigt sich des Helden und ein Game Over flimmert über den Bildschirm der Vita. Zwei Lebenswahrheiten offenbaren sich in diesem Moment: Nummer 1, die Antworten in den Dialogen von Akiba´s Trip nehmen direkten Einfluss aufs Spielgeschehen. Und Nummer 2, egal wie heiß Figuren von etwa Zero Suit Samus oder Tharja aus Fire Emblem auch sein mögen, auch als Ober-Otaku SOLLTE MAN MAL DIE FRESSE HALTEN! Es gibt auch Wichtigeres, das eigene Leben beispielsweise.
 Autor:
Maximilian Edlfurtner
Testbericht
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