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Akiba´s Trip 2: Undead and Undressed

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Willkommen in Akiba!
Doch es gibt mehr als nur Dialoge. In einem Akiba, das in zahlreiche übersichtliche Gebiete mit Ladezeiten dazwischen unterteilt ist, darf der Spieler frei herumlaufen, mit dem rechten Analogstick die Kamera in vollem 3D bewegen und sogar auf Knopfdruck springen - was keinen unmittelbaren spielerischen Nutzen besitzt. Die Ladezeiten sowohl zu Spielbeginn als auch zwischen den einzelnen Zonen sind unschön lang, werden aber immerhin von sich abwechselnden Werbebildern begleitet. Echten Anzeigen aus Akiba, also Fotos, die einen tatsächlichen Eindruck der dortigen Örtlichkeiten wiedergeben. Dabei sei gesagt, dass Japanischkenntnisse in Akiba´s Trip von großem Vorteil sind. Nein, zum Spielen geht es auch nur mit Englisch, allerdings sind etwa die Werbeanzeigen nicht übersetzt worden, keine Untertitel vorhanden, weshalb man ohne Sprachkenntnisse bloße Bilder mit fremden Schriftzeichen bestaunen kann. Auch in Orientierung im virtuellen Stadtteil kommt es vor, dass man einen bestimmten Shop aufsuchen muss, dessen Schaufenster nur den Hiragana-/Katakana-Namen ziert. Da hilft es wenig, wenn die englische Übersetzung den Namen in Romaji, also westlichen Buchstaben, benennt. Einzige Abhilfe ist dann, sich dem Eingangsbereich jedes Shops zu nähern, wodurch der westliche Name am unteren Bildschirmrand angezeigt wird. Dadurch, dass die einzelnen Gebiete nicht übermäßig weitläufig sind, lässt sich mit ein wenig Sucherei also dennoch alles finden.

Mehr Haut zeigen, um ans Ziel zu kommen
Im aktiven Teil des Gameplays wird mit allen Mitteln geboxt, geschlagen und getreten. Ohne Ladezeiten und inmitten der Stadt kämpft man dann hauptsächlich gegen feindliche Synthister. Ob allein oder mit einem selbstgewählten NPC-Mitstreiter darf außerhalb der Story-Missionen selbst entschieden werden. Unterstützung empfiehlt sich aufgrund des knackigen Schwierigkeitsgrad, sofern man sich nicht zu Spielbeginn für eine einfachere Stufe entschieden hat. Geradezu lächerlich viele Waffen und Ausrüstungsgegenstände können mit der Zeit gefunden werden - besiegte Gegner hinterlassen neues Loot-Material. Ob mit den Fäusten, Plastik-Baseballschlägern, Modellgewehren oder Arcade-Hauptplatinen, alles wird zur Waffe und verändert den Kampfstil des Helden. Um aber endlich zur Krux des Kampfsystems von Akiba´s Trip zu gelangen: Anders als in, nunja, ALLEN ANDEREN VIDEOSPIELEN, geht es nicht darum, den Gegner direkt zu erledigen, sondern ihn seiner Kleider zu entledigen. Jawoll, der Spieler soll seine Gegner nackig machen! Wie bekannt sein sollte, halten Synthisters kein Sonnenlicht aus, also müssen Oberteil, Hose/Rock und Kopfbedeckung weg. Das gelingt nur, wenn man die drei Körperpartien entsprechend genug attackiert hat. Ist der Oberteilbereich ausreichend geschwächt, kann man bspw. das Shirt des Gegners wegreißen. Jetzt fehlen noch Hose und möglicherweise Kopfhörer, Sonnenbrille oder sonstige Utensilien, die man sich auf den Kopf packen kann. Sind alle drei Körperpartien bloßgestellt, löst sich der Unterlegene im Sonnenlicht in Nichts auf. Das Spiel gibt sich in der Geschlechterfrequenz der Gegner sehr neutral, wenngleich das forcierte Entkleiden hübscher Anime-Girls doch irgendwie spaßiger war als das von Geschäftsmännern und anderen Nerds (Anm. d. Red.: Etwaige Beschwerden ob dieses Statements bitte direkt an den Autor dieses Reviews senden, danke. *seufz*). Neue Waffen und Kleidungsstücke verbessern die eigene Offensive und Defensive und können von der kleinen Ingame-Sister zu besseren Items fusioniert werden. Außerdem gibt es Special-Moves, Konter und Verteidigungsmöglichkeiten, die das Aktionsrepertoire erweitern. Eine Enzyklopädie bietet darüberhinaus Infos zu allen Items, Orten, Fylern und Personen, die man im Spielverlauf antrifft.
 Autor:
Maximilian Edlfurtner
Testbericht
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