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Danganronpa Another Episode: Ultra Despair Girls

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Tolle Geschichtenpräsentation
Die Geschichte wird aufwendig mit einer Kombination aus ansehnlichen Animesequenzen, Echtzeitsequenzen in 3D, sowie klassischen Texteinblendungen, stets begleitet von einer erstklassigen englischsprachigen Synchronisation, erzählt. Obwohl es sich bei Danganronpa Another Episode nicht um eine klassische Visual Novel handelt, nimmt die Story einen enorm großen Raum ein und ist auch klar der Star des Spiels. Mit einer makabren Atmosphäre, einigen interessanten Wendungen und einer tollen Nutzung bekannter Charaktere wird Danganronpa Another Episode für Fans der Hauptreihe auf jeden Fall zu einem Pflichttitel.

Manipulative Lautsprecherklänge
Spielerisch handelt es sich bei dem Spiel jedoch um einen Third Person-Shooter, der allerdings ein ungewöhnliches Konzept zur Grundlage hat, das zu einer ganzen Menge spaßiger kleiner Rätsel einlädt. Komaru läuft nämlich bewaffnet mit einem Lautsprecher durch die Spielwelt von Danganronpa: Another Episode. Dieser Lautsprecher dient dazu, technische Geräte mit Code zu beschießen, den diese anschließend ausführen. Zu Beginn des Spiels kann der Spieler beispielsweise einen Move-Befehl verschießen, der technische Geräte wie Schalter in Bewegung setzt, sowie einen Selbstzerstörungsbefehl, der auch bis zum Ende ob seiner vernichtenden Wirkung auf Monokuma-Roboter wohl einer der wichtigsten Befehle ist. Zusätzlich gibt es aber noch weitere Schussvarianten freizuspielen, besonders markant die Möglichkeit, per Schuss die Kontrolle über einen Monokuma-Roboter zu übernehmen und so unter den angriffslustigen Robotern Amok zu laufen.
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Knobelräume mit Lautsprechereinsatz
Wenngleich Steuerung und Spielmechanik also klassische Shooter-Kost versprechen, haben die Entwicklung eine Menge Kreativität in ausgefallene Nutzungsmöglichkeiten des Lautsprechers gesteckt und tatsächlich sind die kleinen Rätsel, die es hiermit zu lösen gilt, spielerisch klar das Highlight des Spiels. Die Shooter-Mechanik an sich ist zwar durchaus solide, hätte sie das ganze Spiel aus interaktiver Sicht tragen müssen, wäre trotz der tollen Stimmung und des interessanten Storytellings wohl allzu schnell die Luft raus.

Toko mit den Scheren in den Händen
Etwas zusätzliche Abwechslung verschafft die bereits angesprochene Toko Fukawa dem Spiel. Wird man einmal zu sehr von angriffslustigen Robotern bedrängt, so ist eine Fernkampfwaffe vielleicht nicht mehr die beste Wahl, besonders zumal Komaru zu Beginn nach gerade einmal drei gegnerischen Treffern das Zeitliche segnet. Auf Knopfruck kann man, sofern denn die entsprechende Energieleiste nicht erschöpft ist, in die Rolle Tokos schlüpfen, die umgehend ihre alternative Persönlichkeit Genocide Jill annimmt. In dieser Gestalt ist Toko unverwundbar und kann sich mit ihren scharfen Scheren mit Leichtigkeit durch Unmengen an Robotern prügeln. Wem das nicht reicht, der kann zudem besonders starke Spezialangriffe ausführen, die mit einer amüsanten Minisequenz in Szene gesetzt werden. Toko erinnert spielerisch ein wenig an Charakter-Aktion-Spiele wie Devil May Cry oder Bayonetta, ist aber natürlich auf Grund der Unverwundbarkeit Tokos ungleich anspruchsloser.
 Autor:
Sebastian Küpper
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