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Digimon Story: Cyber Sleuth (PS4)

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Nicht zu viel schnüffeln!
Was hier bereits nach massiven Spoilern einer ganzen Geschichte klingt, ist lediglich der anfängliche Aufmacher mit dem alles Drama ins Rollen gerät. Die Story von Digimon: Cyber Sleuth hält bis zum Ende nach gut 30 Stunden Spielzeit unentwegt überraschende Twists bereit, die dabei nicht willkürlich, sondern nachvollziehbar erklärt werden. Großen Digimon-Fans sei gesagt, dass es über einen längeren Zeitraum nur nebensächlich um die gleichnamigen Monster geht – doch davon nicht abschrecken lassen, was dann irgendwann eben doch passiert, ist fantastisch und erinnert an die besten Staffeln des Anime von damals! Schade sind die wenig spektakulären Cutscenes, sowie die nicht voll-vertonten Dialoge. Die japanische Synchro ist hervorragend und kann in den Hauptszenen auch genossen werden; da man aber viel Zeit mit der Tätigkeit als titelgebender „Cyber Sleuth“ (bedeutet soviel wie „Cyber-Schnüffler“) verbringt, braust einem auch viel schnöder Text entgegen, der im Übrigen nur auf Englisch vorhanden ist. Enttäuschend ist aber, dass der Held selbst stumm bleibt. Da es sich um keinen selbsterstellten Charakter handelt, sondern um einen bestehenden Helden, der auch lautlos spricht, schlägt sich die fehlende Sprachausgabe als echter Mangel zu Buche. Auch die Musik des Spiels ist in der Mehrheit leider wenig erinnerungswürdig, was im großen Unterschied zu all den herrlichen Soundtracks der Anime-Serie steht. Immerhin ein paar gute Songs gibt es, die das Geschehen passabel untermalen. Allesamt lässt sich mit Budgeteischränkungen erklären und es ist ein Zeugnis der Qualität des Spiels, das auch ohne cinematische Cutscenes eine spannende, aufregende und unterhaltsame Geschichte erzählt werden kann. Schade bleibt es dennoch.

Digi-Ritter mit allerlei Möglichkeiten
Herzstück des Spiels ist die Mischung aus Persona-Spiel und Pokémon. Wer Persona 4 kennt, darf sich die Ingame-Progression genau so vorstellen, nur ohne Social Links. Deshalb bleibt die Story auch linear, wenngleich sich desöfteren auswählbare Dialogoptionen anbieten. In der realen Welt von Tokyo springt man im Spielverlauf zwischen diversen bekannten Stadtbezirken hin und her, darunter Shinjuku, Asakusa oder Akihabara. Einsatzzentrale ist aber die Detektei unter Detektivin Kyokos Leitung, die im Nakano-Einkaufszentrum positioniert ist. In besagter Detektei nimmt man immer wieder Aufträge an, die sich an einer eigenes dafür platzierten Pinnwand zeigen, und geht anschließend auf Mission – mal in der realen Welt, mal in der virtuellen EDEN-Umgebung, und meistens in beiden zugleich. Ein Verirren ist kaum möglich, da die Tokioter Bezirke sehr überschaubar, die virtuellen Levels sehr linear angelegt sind. Der konkrete Spielinhalt besteht aus dem Sprechen mit wichtigen Personen, dem Finden von Objekten und Informationen, sowie selbstverständlich auch Digimon-Kämpfen.
 Autor:
Maximilian Edlfurtner
Testbericht
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Leserwertung:
9.2