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God of War Collection

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 Spiel-Infos: God of War Collection
God of War Collection Boxart Name: God of War Collection (EUR)
Entwickler: Sanzaru Games
Publisher: Sony Computer Entertainment Europe (SCEE)
Erhältlich seit: 07. Mai 2014
Genre: Action
Spieler: 1
Features:
Cross Buy mit PS3-Variante
Vor acht Jahren gebar das nordamerikanische Entwicklerstudio Santa Monica wahrscheinlich eine der epischsten Action-Serien der modernen Videospielgeschichte. Gemeinsam mit dem spartanischen Krieger Kratos fegten wir unbarmherzig durch die griechische Antike und ließen die Götter des Olymps den Geschmack unserer Klingen kosten. Vier große Titel von Santa Monica auf PlayStation 2 und 3, sowie zwei Spiele von Ready at Dawn auf PlayStation Portable umfasst bisher das Leben und Metzeln des Spartaners. Sonys Sorgenkind PlayStation Vita durfte bisher noch keinen Abstecher in die Antike machen. Und statt eines eigenen, blutigen Abenteuers bekam der Handheld nun die HD Collection des ersten Teils und seines Nachfolgers God of War 2, die einst noch auf der PlayStation 2 ihren Einstand gefeiert haben, serviert. Doch sind die Klingen auch auf dem kleinen OLED-Bildschirm der PS Vita noch immer scharf genug?

Womit stillt man Rachedurst am besten?
God of War – das steht für epischen Bombast. Es steht für einen wütenden, von den Göttern verratenen Krieger, der es durch seine Stärke und seinen Willen selbst mit einem gewaltigen Titanen aufnehmen kann. In der vorliegenden God of War HD Collection für PlayStation Vita sind die ersten beiden Abenteuer des Spartaners enthalten und bilden somit einen optimalen Einstieg in die Mythologie der Serie. Im ersten Teil war Kratos noch ein Zögling der Götter, der versuchen muss seinen eigenen Herrn Ares, den Kriegsgott, von der Zerstörung Athens abzuhalten und es dabei nicht nur mit der Hydra und anderen Geschöpfen der Antike zu tun bekommt, sondern auch mit der Büchse der Pandora und dem Kriegsgott höchstpersönlich. Der Nachfolger erzählt die Geschichte vom Verrat der olympischen Götter und dem sehnlichen Wunsch von Kratos nach Rache. Auf seinem Feldzug muss dabei nicht nur der Koloss von Rhodos dran glauben, auch die Titanen, deren Herrschaft einst von den Olympiern beendet wurde, mischen mit. God of War 2 endet allerdings offen, das heißt dessen direkter Nachfolger God of War 3, der derzeit nur für PlayStation 3 erhältlich ist, erzählt die Rachegeschichte weiter. Wer dies nicht vorher erwartet, dürfte sicherlich vom Ende des zweiten Teils enttäuscht sein. Doch dies ist nicht alles, was zu einer Enttäuschung führen kann. Bei der Collection, die nun seit Anfang Mai im Handel für PlayStation Vita erhältlich ist, handelt es sich um exakt dieselbe Fassung, die wir auch schon 2010 für PlayStation 3 erhalten durften. Bis auf eine Anpassung an die Steuerungsmöglichkeiten der Vita gibt es nahezu keine Unterschiede zwischen den Versionen, Zusatzinhalte sucht man sogar vergebens. Einzig ein Download für die HD Collection auf PlayStation 3 ist via Cross-Buy verfügbar.
Griechische Schlachtplatte
Die God of War Collection richtet sich demnach vor allem an all diejenigen Videospieler, die bisher noch keinen Kontakt mit den (ersten) Abenteuern von Kratos hatten. Diese bestehen hauptsächlich darin den Schergen der Götter, seien es nun verfluchte Untote, Minotauren oder andere, gewaltigere Bestien, mit den beiden Klingen, die der Spartaner an Ketten mit sich herumträgt, ordentlich einzuheizen. Das Kampfsystem ist dabei sehr intuitiv, weil sich das Spiel vorwiegend auf bestimmte Eingabemöglichkeiten beschränkt und jeder Schlag sehr flüssig von der Hand geht. Ausschweifende Combos verlangt das Spiel nicht. Dank der passenden Sounduntermalung wirkt dabei jeder Kampf sehr wuchtig und kraftvoll. Sollten die Klingen einmal nicht mehr ausreichen, helfen einem verschiedene Fähigkeiten, die man im Laufe des Spiels von den Göttern oder anderweitig erhält, schnell aus der Bredouille. Auch wenn die God of War-Spiele sehr stark auf eine epische Präsentation aus sind – sei es nun durch die Handlung, den intensiven Soundtrack oder die Kameraführung, die oftmals durch sehr ausgiebige Schwenks versucht die Größe einer Umgebung oder eines Feindes einzufangen – so bildet doch dieses Kampfsystem das Herzstück der Reihe und macht beide Teile zu einem sehr guten bis herausragenden Spielerlebnis. Zusätzlich zu den zugegebenermaßen sehr häufigen Kämpfen, die bei größeren Gegnern in einem Quick-Time-Event münden, bieten die God of War-Spiele vereinzelte, sehr simpel zu lösende Rätsel und ebenso anspruchslose Kletterpassagen – sieht man von einer Szenerie zum Ende des ersten Teils ab. Diese lockern das Spielgeschehen ein wenig auf und machen die Spiele zu dem runden Gesamtpaket, das bereits viele Spieler auf PlayStation 2 und 3 erfreut hat.
 Autor:
Sascha P. Ritter
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